Forschung

Die Kraft des Rhythmus in Teambildungsprozessen

 

In der 2016 vom Hollitzer Wissenschaftsverlag verlegten Studie werden die Einflüsse analoger rhythmischer Interventionen auf teamrelevante Sozialkompetenzen, Flow und Gruppenkohäsion untersucht und von Gerhard Kero erstmals empirische Beweise für die Kraft des Rhythmus in Teambildungsprozessen erbracht.

Abstract

Die vorliegende Arbeit von Gerhard Kero nimmt den Zusammenhang zwischen synchronisationsbasierter Rhythmuserfahrung in Teams und der Entwicklung teamrelevanter sozialer Kompetenzen, der Steigerung von Gruppenkohäsion und dem Auftreten von Flowerfahrungen in den Blick. Sie beleuchtet den Forschungsstand zur Frage, ob sowohl die theoretisch angenommenen, als auch die bereits evidenten gruppenbindenden Effekte rhythmischer Interaktionen aus den Blickwinkeln der Disziplinen Evolutionsbiologie, Psychologie, Rhythmusforschung, Anthropologie, Neurowissenschaft und Kompetenzforschung auf Teams der modernen Arbeitswelt übertragbar sind und in welchem Ausmaß sie sich als Basis für die Entwicklung teamrelevanter sozialer Kompetenzen eignen.

Die evidenzbasierte Studie zeigt, dass analoge rhythmische Interventionen in kontrollierten Zusammenhängen, wie das.imtakte.team©, tatsächlich im funktionalen Sinne verbindende Wirkungen auf Gruppen ausüben. Sie dehnen sich auf die soziale Ebene aus und sind daher weit mehr als musikalische Abenteuer. Sie fordern und fördern konzentrierte Beteiligung am sozialen Geschehen, helfen den Mitwirkenden, sich intensiver dem zuzuwenden, was sie gemeinsam tun, steigern die Gruppenbindung und entpuppen sich insbesondere hinsichtlich sozialer Kompetenzentwicklung als effiziente Teamentwicklungsmaßnahmen, die auch noch Spaß machen!

 

 Ergebnisse der empirischen Studie 

Die empirische Studie erfolgte in Form einer quantitativen Erhebung mit 252 Auskunftspersonen, die an einem von 15 das.imtakte.team© – Teamtrommelevents im Zeitraum Juli 2014 bis Februar 2015 teilgenommen haben:

 

 

Während und im unmittelbaren Anschluss an das Teamtrommelevent wurden starke positiv konnotierte Veränderungen wahrgenommen.

 

Im unmittelbaren Anschluss an das Teamtrommelevent wurden die Teilnehmenden nach Eigenschaften und Wirkungen befragt, die ihr Team durch die analoge rhythmische Intervention generieren könnte. Ein an Eindeutigkeit nicht zu übertreffendes Ergebnis lieferte die Frage nach der Gruppenerfahrung: auf die Frage, ob das Trommelevent eine positive Erfahrung für die Gruppe war, antworteten ausnahmslos alle Auskunftspersonen, also auch die kritischen und skeptischen mit ja, was auf den gemeinschaftsstiftenden Effekt der Intervention hinweist.

 

 

Untenstehendes Balkendiagramm ist selbsterklärend, wir betrachten es als Bestätigung unserer Arbeit.

 

Selbst jener 8%-ige Personenkreis (n=20), der gegenüber dem Teamtrommelevent anfangs keine zustimmende Haltung hatte, hatte einen überwiegend sehr positiven Gesamteindruck von der Teamerfahrung. Eine überwiegende Mehrheit von 85% gab an, dass sich ihr Eindruck positiv verändert hat.

 

Mehr als 3/4 dieser anfangs skeptischen Teilnehmenden würden das Format weiterempfehlen und nur 5% würden in Zukunft eher nicht mehr an einem Teamtrommelevent teilnehmen.

 

Für ausnahmslos alle Teilnehmer_innen war das Teamtrommelevent eine positive Teamerfahrung. Über 90% nahmen ein starkes Gemeinschaftsgefühl, eine gemeinschaftsstiftende und synchronisierende Wirkung von Rhythmus wahr, würden wieder teilnehmen, das.imtakte.team© weiterempfehlen und fühlten sich von der Gruppe getragen. Mehr als 75% sahen Kooperationsbereitschaft und Teamgeist in ihr Team gebracht und erlebten den Flowzustand. Je stärker dieser ausgeprägt war, umso mehr wurde Freude empfunden. Unabhängig von Teamparametern wurde Kommunikation angeregt und für mehr als zwei Drittel der Auskunftspersonen Vertrauen ins Team sowohl gebracht als auch nachhaltig gestärkt. Die Wahrnehmung einer respektvollen und toleranten Atmosphäre stieg während des Teamtrommelevents deutlich an. Über 80% konnte sich dem kollektiven Rhythmus anpassen. Unabhängig von Alter, Geschlecht und formaler Bildung sahen mehr als 60% soziale Kompetenz in ihr Team gebracht, weniger als 10% waren nicht dieser Meinung. 

Teams im Takt sind intakt. Das Forschungsergebnis zeigt, dass Rhythmuserfahrung im Team eine Basis für die Entwicklung sozialer Kompetenzfelder, und somit von Nutzen im arbeitsteiligen Kontext sein kann.

 

 

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